Die Fassade bröckelt – die andere Seite von Ghandi, Luther, Mutter Teresa…

Die Fassade bröckelt – die andere Seite von Ghandi, Luther, Mutter Teresa…

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Mahatma Ghandi – Für viele Menschen ist er das Symbol für Frieden und gewaltlosen Widerstand. Er gilt weltweit als Held, doch bei genauerer Recherche bröckelt die Fassade. Der Mann, der sich für die Gleichberechtigung der Inder einsetzte war tatsächlich Rassist. Warum? – Er war der Meinung, dass die Schwarzen eine unterlegene Rasse sind. Deshalb forderte er sogar, dass Inder den Weißen gleichgestellt werden sollten um gemeinsam über schwarze Menschen zu stehen. Doch es fehlte ihm nicht nur gegenüber Schwarzen an nötigen Respekt, auch vor Frauen machte er nicht halt. Insbesondere Frauen die vergewaltigt wurden, sah er nicht mehr als Menschen an. Als ein Mann zwei seiner Anhängerinnen missbrauchte, zwang er die Frauen sich die Haare abzurasieren um nicht mehr sexuell attraktiv zu sein. Laut Ghandi können Männer ihre Triebe nicht kontrolliere, ganz im Gegenteil, die Frauen sein selbst an einer Vergewaltigung schuld, da sie angeblich, durch ihre angeborenen Reize, die Männer verführen. Er entschied sich zum Kontrollieren seine eigenen Triebe, für ein Zöllibat. Um seine Enthaltsamkeit auf die Probe zu stellen, zwang er minderjährige Mädchen, unter anderem seine Großnichte, nackt neben ihm zu schlafen. Die indische Autorin Rita Banerji schreibt in ihrem Buch „Sex and Power“, für Ghandi sei die Menstruation „ein Beweis dafür, dass die weibliche Seele durch Sexualität enstellt wird“.

Sogar seine Frau Kasturba bekam seine Missgunst gegenüber dem weiblichen Geschlecht zu spüren. Er behandelte die Mutter seiner vier Kinder nur mit wenig Respekt. Laut ihm sehe sie aus „wie eine sanftmütige Kuh. Und sie gibt einem das Gefühl, wie es eine Kuh manchmal vermag, als würde sie mir in ihrer eigenen dümmlichen Art etwas sagen wollen.“ Trotz solchen Bemerkungen stand seine Frau immer an seiner Seite. 1944 verstarb diese an einer Malaria Erkrankungen. Sie hat die Chance gehabt zu überleben. Doch ihr Mann verweigerte ihr die lebensrettenden Medikamente, da diese Substanz nichts im Körper zu suchen habe. Einige Jahre später kam es plötzlich zu einer Sinnesumwandlung – nämlich als er selbst an Malaria erkrankte. Die Medikamente, die auch seine Frau hätten retten können, ermöglichten ihm das überleben. Natürlich ist nicht alles immer schwarz oder weiß (oder laut ghandi nicht würdig und würdig). In allem Guten steckt auch ein Funken Schlechtes. Doch ob Ghandi wirklich den Ruf als Held, im jetzigen Ausmaß, verdient hat bleibt fraglich.

Walt Disney- bekannt als der nette Märchenonkel der nichts anderes als die Unterhaltung von Kindern im Sinn hatte. Er wird gerne als freundlicher und liebenswerter Mensch porträtiert. Umso überraschender ist die Tatsache das er ein Sympathisant der Nationalsozialisten, ein Antisemit und ein Rassist war. Auf seiner Europareise 1935 besuchte er den italienischen Diktator Mussolini. In Deutschland suchte er „Inspiration“ für seinen ersten Spielfilm, dieser sollte dann „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ sein, zufälligerweise das Lieblingsmärchen Hitlers. 1938, einen Tag nach der Reichsprogrommnacht, traf er die Regisseurin Leni Riefenstahl, welche zwar von Hollywood boykottiert wurde, aber dafür großes Ansehen von Hitler genoss. Im Jahr 1944 war Disney Gründungsmitglied eines antisemitischen Branchenverbandes, welcher mit Faschisten sympathisierte. Selbst in seinen Filmen lassen sich zahlreiche antisemitische und rassistische Stereotypen finden. Wie beispielsweise die schwarzen Raben in „Dumbo“ oder die fröhlichen Sklaven in „Onkel Remus Wunderland“.

Coco Chanel- eine der wohl bekanntesten Modedesignerinnen eine Nazispionin? Auf Grund ihrer französischen Nationalität liegt die Annahme nahe, dass sie eigentlich gegen das NS Regime sei, aber stattdessen war sie überzeugte Antisemitin und lies sich 1945 von den Nazis als Spionin anwerben. Zudem hatte sie eine Affäre mit einem ranghohen Nazioffizier, einen persönlichen Freund von Hitler und Goebbels. 1943 versuchte sie ihre Freundschaft zum britischen Premier Minister Winston Churchill auszunutzen, um ihn als Verbündeten für die Deutschen zu gewinnen. Zudem versuchte sie sich hinterhältig die Firmenanteile eines geflohenen jüdischen Geschäftspartners anzueignen. Dies gelang ihr nur nicht, da dieser schon vorher seine kompletten Anteile auf einen anderen übertragen hatte. Nach dem zweiten Weltkrieg leugnete Madame Chanel alle Verbindungen zu den Nazis. Jedoch blieb sie nach Kriegsende mit mehreren von ihnen befreundet und unterstützte diese bis zu ihrem Tod finanziell.

Mutter Teresa – oder doch eher die unselige Teresa? Schon zu Lebzeiten war die Ordensschwester ein Symbol des katholischen Ehrenamtes. Sie hatte insgesamt 517 Missionen eröffnet, mit dem eigentlichen Ziel den Armen und Kranken zu helfen. Sie sammelte Millionen von Spendengeldern, doch davon kam bei den Betroffenen wohl relativ wenig an. Ärztinnen die die Missionen besuchten stellten fest, dass diese in einem katastrophalen Zustand waren. Sie berichteten, dass ein Drittel der Patientinnen im Sterben lagen ohne angemessen medizinisch und hygienisch versorgt zu werden. Als man Mutter Teresa mit diesen Vorwürfen konfrontierte soll sie gesagt haben es sei doch etwas Schönes sei zu sehen wie die Armen ihr Schicksal akzeptierten und so leiden wie einst Jesus am Kreuz. Zudem sah sie die Abtreibung als größten Zerstörer des Friedens, verurteilte die Scheidung sowie die Nutzung von Kondomen.

Martin Luther– wir lernen ihn bereits in der Grundschule kennen, denn er gilt als Reformator der christlichen Kirche. Schade nur, dass in der Gesellschaft gerne übersehen wird, dass der große Glaubenskämpfer in Wahrheit ein Antisemit und ein Frauenhasser war. So befürwortete er zum Beispiel die Tötung von Frauen im Zuge der Hexenverfolgungen. Des Weiteren sei es laut ihm die größte Ehre für eine Frau einen Mann zu gebären (Gesamtausgabe Johann Georg Walch, 1734,22 Bd., Kap 43, §16). Außerdem dürften Männer seiner Meinung nach ihre Ehefrauen vergewaltigen oder gar töten wenn diese nicht sexuell gefügig sein (Luther-Werke Bd.7,S.292).

Laut Kirchenhistorikern war sein Antisemitismus bereits von der Rassentheorie geprägt. So rief er auch zu Vertreibung und Versklavung der „Fremdlingen“ auf. Obwohl einige antisemitistische Vorurteile widerlegt wurden, verbreitete er sie trotzdem in seinen Schriften. Zum Beispiel, dass Juden Morde an christlichen Kindern begingen. Seine Schriften wurden später von den Nazis zur Legitimation der Verfolgung jüdischer Menschen genutzt.

Diese Leute haben ein was gemeinsam. Jedes Mal, wenn von ihnen gesprochen wird, so bewundert man sie, ihre schlechten Taten geraten in Vergessenheit. Doch beschäftigt man sich genauer und schaut hinter die Fassade so stößt man auf ein gewaltiges Bröckeln.

Quellen: Youtube, Welt, Focus, Deutschlandfunk, KultLAUTE

 

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