Eine Woche im Schullandheim während der Corona-Zeit

Eine Woche im Schullandheim während der Corona-Zeit

Am Anfang des Monats waren wir, die 6.Klassen, für fünf Tage im Schullandheim in Wunsiedel im schönen Fichtelgebirge. Aufgrund von Corona war es allerdings keine gewöhnliche Klassenfahrt. Was während der Corona-Zeit anders ist und was wir alles unternommen haben, könnt ihr nun im Folgenden lesen.

Unsere Klassenfahrt begann am Montag damit, dass wir uns alle erst einmal testen mussten, bevor wir nach Wunsiedel losfahren konnten. Danach ging es dann endlich los, nachdem wir alle unsere Sachen im Bus verstaut hatten, saßen wir alle voller Vorfreude auf unseren Plätzen und warteten darauf, dass es losging. Während der Busfahrt spielten wir Spiele, lasen Bücher, unterhielten uns oder hörten Musik. Nach ungefähr einer Stunde Fahrt trafen wir dann im Schullandheim ein. Dazu muss man allerdings noch sagen, dass wir uns davor noch einmal kurz verfahren hatten. Aber auch das gehört zu einer Klassenfahrt dazu! Als wir dann angekommen waren, mussten wir uns erst einmal mit der Hausordnung vertraut machen und anschließend ging es an die Zimmerverteilung. Jetzt konnten wir unsere Zimmer beziehen und schon einmal ein wenig unsere Koffer auspacken. Dann ging es auch schon gleich los zu unserer ersten Wanderung. Die erste Etappe unseres Weges führte zum Felsenlabyrinth auf der Luisenburg. Kurz bevor wir dort waren, fing es leider an zu regnen und wir setzten uns in ein Zelt und machten dort eine kleine Pause. Als der Regen dann aufgehört hatte, ging es sofort weiter durch das Felsenlabyrinth, wobei wir unser Klettertalent unter Beweis stellen mussten. Oben angekommen, gab es einen Aussichtspunkt und einige Schüler gingen noch mit Herrn Dittmar und Frau Hübler weiter zur Spitze der Kösseine, einem Granit-Massiv. Die anderen wanderten schon wieder zurück Richtung Schullandheim. Als alle wieder da waren, gab es auch schon Abendessen und anschließend hatten wir alle noch ein bisschen Freizeit, bis wir zu einer Fledermauswanderung aufbrachen, während der wir alte Felsenkeller besichtigen durften, in denen die Fledermäuse überwintern. Anschließend brachen wir noch zu einer Ruine auf, wo wir dann die Fledermäuse sehr gut beobachten konnten.

Am nächsten Tag hatten wir nach dem Frühstück unsere erste Lerneinheit in den Fächern Französisch bzw. Latein. Anschließend besuchten wir dann den Greifvogelpark, wo wir diese besonderen Raubvögel betrachteten und anschließend auch noch einer Greifvogel-Show beiwohnen konnten. Dabei lernten wir viel über verschiedene Greifvögel und allgemein über die Falknerei. Danach gingen wir noch auf einen Spielplatz. Jetzt hatten wir wieder Freizeit und spielten z. B. noch Tischtennis, Volleyball oder Fußball. Abends mussten wir dann noch Stöcke für ein Lagerfeuer sammeln und bereiteten anschießend auch noch Stockbrot. Natürlich durften wir am Abend auch das EM-Spiel gucken. Wer sich nicht für Fussball interessierte,  spielte  Spiele, war draußen oder spielte Klavier.

Am Mittwoch hatten wir zwei Stunden Mathe, in denen wir eine Mischung aus Sport und Mathe machten. Immer wenn wir eine Aufgabe gelöst hatten, mussten wir in unserer Gruppe die Sportaufgaben machen. Am Nachmittag machten wir dann einen Ausflug in den Wald und eine Gruppe baute eine Ballbahn aus Ästen und Blättern, die zwei Kurven und einen Tunnel haben sollte. Die andere Gruppe untersuchte einen Fluss nach kleinen Larven und Würmern und bestimmte dann die Wasserqualität. Nachdem beide Gruppen fertig waren, wechselten wir einmal durch. Als wir damit fertig waren, gingen wir wieder zur Jugendherberge und spielten Volleyball oder Fußball. Am Abend war dann wieder ein EM_Fußballspiel, das natürlich auch wieder sehr viele mitverfolgen wollten.

An unserem letzten ganzen Tag hatten wir am Vormittag erst einmal wieder Unterricht und zwar Englisch. Kurz darauf war Mittag und danach machten wir eine kleine Nachmittagspause, wo wir schon einmal ein bisschen aufräumen und uns auch ausruhen sollten, damit wir nicht total übermüdet wieder zuhause ankämen. Danach trafen wir uns alle draußen und teilten uns in Gruppen ein, damit wir mit der Rallye starten konnten. Wir wurden alle nacheinander losgeschickt und mussten z. B. herausfinden, welche Tiere in dem Wildtiergehege leben oder wie ein gewisses Gebäude heißt. Nachdem alle wieder gut zurückgekommen waren, hatten wir wieder Freizeit und viele von uns spielten wieder Volleyball. Am Abend machten wir noch einmal Stockbrot in einem riesigen Tipi aus Holz, anschließend gingen wir schon etwas früher als sonst ins Bett, da wir am nächsten Tag zeitig aufstehen mussten.

Am Freitag mussten wir uns schon um halb acht testen, da wir das ja auch freitags ganz normal in der Schule getan hätten. Dann gingen wir zum Frühstück und packten auch noch unsere restlichen Sachen ein und brachten den Müll aus unseren Zimmern. Gegen neun Uhr fuhren wir dann mit dem Bus zum Bauernhofmuseum nach Kleinlosnitz. Dort angekommen, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und uns wurde viel über die verschiedenen Bauernhöfe und Häuser erzählt und auch wie die Kleidung früher hergestellt wurde. Nachdem die Führung beendet war, wurde noch die Rallye ausgewertet und es gab zwei erste Plätze. Gegen 12:15 Uhr trafen wir dann am Gymnasium ein und luden unsere Koffer und Taschen wieder aus.

Es war eine sehr schöne Zeit im Schullandheim, trotz Maskenpflicht, die immer galt, wenn wir uns in dem Schullandheim bewegten und nicht am Tisch saßen. Draußen durften wir aber unsere Masken abnehmen. Die Ausflüge haben auch viel Spaß gemacht und durch das Schullandheim, lernten wir uns alle ein wenig besser kennen.

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