Greenpeace – eine Organisation für Umwelt, Natur und Frieden

Greenpeace – eine Organisation für Umwelt, Natur und Frieden

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Vor einigen Wochen haben wir euch von unserem P-Seminar „No Waste“ erzählt, das sich mit dem Thema Umweltschutz und der Verschmutzung der Welt durch unseren Müll auseinandersetzt. Da sich jeder von uns öfter und genauer mit diesen Themen befassen sollte, wollen wir euch heute einmal die Umweltorganisation „Greenpeace“ vorstellen.

Greenpeace, die wahrscheinlich größte internationale Umweltorganisation überhaupt, wurde am 15. September 1971 von Friedensaktivisten in Vancouver, Kanada, gegründet. Mit direkten gewaltfreien Aktionen stellt sie wichtige aktuelle Themen wie Natur-, Umwelt- und Klimaschutz in den Vordergrund, aber auch die Abholzung von Wäldern, Überfischung und die globale Erwärmung spielt für die Non-Profit-Organisation (Organisation, die Spenden von Fördermitgliedern erhält und sich nicht bestechen lässt) eine wichtige Rolle. Über drei Millionen Menschen unterstützen diese Organistation dabei, beispielsweise mit Einsatz von Schiffen Proben für wissenschaftliche Tests zu sammeln und anschließend Verbesserungsvorschläge an die Politik weiterzugeben, und Beweise für Verstöße gegen den Umweltschutz vorzulegen. Greenpeace hat in Deutschland mehr als 600.000 Unterstützer und etwa 315 Mitarbeiter. Neben Deutschland ist Greenpeace  in über 45 verschiedenen Ländern vertreten, eine beachtliche Anzahl.

Die Anfänge gehen auf das Jahr 1971 zurück. Damals setzen sich zwölf Umweltaktivisten des Don’t Make a Wave Committee in ein kleines Fischerboot namens “Greenpeace”, um in Richtung Amchitka, einer kleinen Insel in Alaska, zu fahren. Ihr oberstes Ziel: Atombombentests sollten gestoppt werden, die das Leben von tausend Seeottern und anderen seltenen Lebewesen gefährdeten.

Auf den Weg dorthin gab es jedoch unerwartete Schwierigkeiten: Die Umweltschützer werden von der amerikanischen Küstenwache abgefangen und zum Umkehren gezwungen. Die Atomtests werden weiter durchgeführt. Als jedoch die Medien darauf aufmerksam wurden und weitere Proteste gegen dieses Vorgehen der Politik aufkamen, wurde das Test-Programm eingestellt. Über Nacht entstand somit der Name “Greenpeace”.

Das neu gegründete Greenpeace gibt nach dem Vorfall nicht klein bei: Ein Jahr später stellt David McTaggart, kanadischer Geschäftsmann und später über längere Zeit Führungsleitung von Greenpeace, sein Schiff “Vega” für eine Reise zum Mururoa Atoll zur Verfügung, um beim Protest gegen die Atomtests der französischen Regierung zu helfen. So fuhrMcTaggart 1973 also mit seinem Team in die Ausschlusszone um Mururoa. Dort wird sein Schiff von der französischen Marine gerammt. Als ein Jahr später ein weiterer Protest scheitert, steigen französische Seeleute auf sein Schiff und schlagen ihn zusammen.

Trotz dieser schmerzhaften Erfahrung zeigt die Kampagne Wirkung, als die französische Regierung eine Unterbrechung der oberirdischen Atom-Tests bekannt gibt, wenngleich sie diese fortan unterirdisch weiter durchführt. Auch in der Folgezeit veranstaltet Greenpeace Kampagnen gegen die Tests im Pazifik, bis die Franzosen ihr Testprogramm 1995 beenden.

Und steht es um die heutigen Proteste? Haben sie Erfolg? – Momentan wohl eher nicht, wie unter anderem der Absturz des Fliegers während der EM 2021 zeigt, bei dem zwei Personen verletzt werden. Ein Desaster.

Greenpeace hieße aber nicht Greenpeace, wenn nicht auch illegale oder sogar rechtswidrige Aktionen auf dem Plan stehen. Denken wir an den Diebstahl von rund 1500 Autoschlüsseln von VW, die zur Zugspitze unterwegs waren. Dort angekommen, wird ein Banner mit der Aufschrift ,,Von Wegen Klimaschutz” abgesetzt. In der Folge kommt es zu einer Klage von VW gegen Greenpeace. Viele Mitglieder reagieren mit empörten Emails und Martin Kaiser, leitender Geschäftsführer von Greenpeace, meldet sich zu Wort und muss sich entschuldigen.

Trotz alledem ist der Einsatz von Greenpeace sehr wichtig: Mit ihren Aktionen soll  die Gleichheit von Natur, Tier und Mensch geschaffen werden. Durch immer mehr Mitglieder wächst diese Kampagne, immer mehr Jugendliche, Kinder und Erwachsene schließen sich zusammen, um gegen die Klimakrise vorzugehen. Die Menschen beschäftigen sich zunehmend auch mit ihrer Ernährungsweise, sodass schon 2021 53% der Befragten bewusst auf Fleisch verzichten. Das Bewusstsein für die Mitverantwortung für unseren Planeten scheint also zu wachsen, auch durch den Einsatz und die Aktionen von Greenpeace.

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